Punktwolke zu CAD für Gebäude-Fassaden

Automatisiertes Scan-to-CAD für Bestandsaufnahme, Planung und Sanierung


3D-Laserscanning und Photogrammetrie erfassen Gebäudefassaden schnell, präzise und mit hoher Detailtiefe. Unsere KI analysiert die resultierende Punktwolke, erkennt relevante Fassadenelemente und erzeugt daraus CAD- und BIM-fähige Geometrien – automatisiert, nachvollziehbar und maßhaltig.

Grundlage

Scan-to-CAD statt manueller Nachzeichnung

Die Punktwolke bildet die tatsächliche Geometrie eines Gebäudes sehr detailliert ab – sie ist damit eine hervorragende Messgrundlage. Für die weitere Planung werden jedoch klar definierte geometrische Elemente benötigt, keine rohen Messpunkte.

Heute werden diese Strukturen häufig manuell aus der Punktwolke nachgezeichnet. Bei größeren Gebäuden oder vielen Objekten entsteht dadurch erheblicher Aufwand. Unsere KI automatisiert genau diesen Arbeitsschritt.

Benötigte geometrische Elemente

  • Außenkonturen und Fassadenachsen
  • Gebäudeecken und Fensteröffnungen
  • Türöffnungen und Höhen
  • Brüstungs- und Sturzlinien
  • Geschosse und Dachabschluss
  • Balkone, Vor- und Rücksprünge

Eingabe

3D-Punktwolke aus Laserscan oder Photogrammetrie

KI-Verarbeitung

Automatische Erkennung von Fassadenelementen

Ausgabe

DXF, DWG, 3D-CAD, BIM, GIS

Technologie

Automatische Analyse der Gebäudehülle

Gebäudefassaden bestehen aus einer Kombination unterschiedlicher geometrischer Strukturen. Große Wandflächen sind oft annähernd planar, Fenster und Türen bilden Öffnungen, Balkone und Gesimse treten aus der Ebene hervor, Loggien und Rücksprünge liegen dahinter.

Planare Flächen

Großflächige Wandbereiche werden über Normalenvektoren und Ebenheitsanalyse segmentiert.

Öffnungen

Fenster und Türen werden als geometrische Unterbrechungen in der Fassadenebene erkannt.

Vorsprünge

Balkone, Gesimse und Loggien werden über die Tiefeninformation der Punktwolke abgegrenzt.

Kanten

Gebäudeecken, Dachkanten und Attiken entstehen an Orientierungsänderungen der Oberfläche.

Unsere Lösung kombiniert Machine Learning mit klassischer 3D-Geometrieanalyse, um beide Strukturtypen zuverlässig zu verarbeiten.

Erkennungsmodul

Fassadenflächen erkennen

Zunächst werden zusammenhängende Wandbereiche identifiziert. Die Analyse berücksichtigt Normalenvektoren, Ebenheit, Orientierung, Punktdichte, räumliche Kontinuität und Tiefenstruktur. Aus Millionen einzelner Messpunkte entstehen so definierte Fassadenebenen.

Mehrere Fassaden eines Gebäudes können automatisch voneinander getrennt werden. Jede Fläche erhält eine vollständige geometrische Beschreibung.

Eigenschaften je Fassadenfläche

Erkennungsmodul

Gebäudekanten erkennen

Gebäudekanten entstehen dort, wo sich die räumliche Orientierung einer Oberfläche ändert oder eine Fassadenfläche endet. Die KI erkennt diese Diskontinuitäten zuverlässig und überführt sie in geometrisch stabile CAD-Linien.

Gebäudeecken

Vertikale Kanten an Fassadenübergängen

Dachkanten & Attiken

Oberer Gebäudeabschluss horizontal

Sockelkanten

Übergänge zum Erdniveau

Gesimse

Horizontale Fassadenprofilierungen

Geschossübergänge

Linien zwischen Geschossbereichen

Vor- & Rücksprünge

Tiefenversetzte Fassadenbereiche

Erkennungsmodul

Fenster und Türen

Analyseparameter

  • Geometrische Unterbrechungen
  • Tiefenänderungen in der Fassade
  • Vertikale und horizontale Kanten
  • Symmetrien und Wiederholungen
  • Fassadenraster
  • Bilddaten (falls vorhanden)

Fenster- und Türöffnungen sind für Bestandsaufnahme und Planung besonders relevant. Die KI analysiert geometrische Unterbrechungen, Tiefenänderungen und Kantenmuster. Wenn Bilddaten vorliegen, werden diese zusätzlich einbezogen.

Ausgabeparameter je Öffnung

Erkennungsmodul

Balkone, Loggien und Vorsprünge

Balkone und Loggien sind dreidimensionale Strukturen, die sich gegenüber der Hauptfassadenebene räumlich unterscheiden. Die Tiefeninformation der Punktwolke ermöglicht eine automatische Abgrenzung dieser Elemente. Die erkannten Geometrien werden räumlich der jeweiligen Fassadenfläche zugeordnet.

Balkonplatten und Brüstungen

Horizontale und vertikale Abgrenzung der Balkonstruktur mit Kantengeometrie

Loggien und Rücksprünge

Eingeschnittene Fassadenbereiche hinter der Hauptebene, mit Tiefenbestimmung

Fassadenversätze

Lokale Vor- und Rücksprünge in der Fassadenfläche, relevant für Vorfertigung und Anschlussdetails

Erkennungsmodul

Dachkante und Attika

Der obere Gebäudeabschluss ist für Fassaden-, Dach- und Sanierungsplanung häufig besonders wichtig. Die KI erkennt diesen Übergangsbereich mit hoher geometrischer Präzision und gibt die Ergebnisse als definierte Linien oder 3D-Geometrien aus.

Dachkante

Obere Abschlusskante der Fassade zum Dachbereich, als maßhaltige 3D-Linie

Attika

Brüstungsartige Aufmauerung über dem Dachrand, mit Vorder- und Oberkante

Gesims

Profilierter Fassadenabschluss zwischen Fassade und Dach

Obere Fassadenbegrenzung

Geometrisch definierter Übergang zwischen Fassadenfläche und Dachhaut

Verarbeitungsprozess

Vom Scan zum CAD-Modell

Die Transformation von der Punktwolke zur verwertbaren CAD-Geometrie erfolgt in einem strukturierten Prozess mit mehreren aufeinanderfolgenden Verarbeitungsschritten. Jeder Schritt baut auf dem vorherigen auf und ermöglicht eine kontrollierte, nachvollziehbare Verarbeitung.

Schritt 01

Punktwolke prüfen

Vor der eigentlichen KI-Verarbeitung analysieren wir die Datenqualität der vorliegenden Punktwolke. Problematische Bereiche werden frühzeitig erkannt, bevor sie die Erkennungsqualität beeinflussen können. Dieser Schritt entscheidet maßgeblich über die Verlässlichkeit aller nachfolgenden Ergebnisse.

Geprüfte Parameter

  • Punktdichte und Scanabdeckung
  • Registrierung und Georeferenzierung
  • Koordinatensystem und Ausreißer
  • Intensitätswerte und Bilddaten
  • Abschattungsbereiche
Schritt 02

Gebäude von Umgebung trennen

Punktwolken enthalten häufig nicht nur das Gebäude selbst. Auch andere Objekte werden bei der Erfassung mitgescannt. Diese Strukturen werden soweit möglich automatisch klassifiziert und von der eigentlichen Fassadengeometrie getrennt.

Vegetation

Bäume und Sträucher vor der Fassade

Fahrzeuge

Parkende Autos und Transporter

Gerüste

Temporäre Konstruktionen am Gebäude

Straßenmöbel

Schilder, Laternen, Poller

Personen

Bewegliche Objekte im Scanbereich

Technik

Externe technische Einrichtungen

Schritt 03

Fassadenebenen bestimmen

Die Hauptflächen des Gebäudes werden geometrisch analysiert. Über Ebenen-Fitting, Normalenvektoren und räumliche Kontinuität entsteht ein geometrisches Grundmodell der Gebäudehülle – die Basis für alle nachfolgenden Erkennungsschritte.

Ebenen-Fitting

Mathematische Approximation von Punktgruppen als planare Referenzflächen

Normalenvektoren

Orientierungsanalyse zur Unterscheidung von Fassaden, Dach und Boden

Räumliche Kontinuität

Zusammenhängende Flächenbereiche werden als einheitliche Segmente zusammengefasst

Schritt 04

Bauteile erkennen

Innerhalb der erkannten Fassadenflächen werden relevante Strukturen gesucht. Das Ergebnis dieses Schritts sind klassifizierte Punktgruppen, die in Schritt 05 in CAD-Geometrien überführt werden.

01

Öffnungen

Fenster und Türen als geometrische Unterbrechungen in der Fassadenebene

02

Kanten

Gebäudeecken, Sockel, Gesimse und Dachkanten an Orientierungsänderungen

03

Vorsprünge

Balkone, Attiken und Fassadenversätze über Tiefenanalyse

04

Geschosslinien

Horizontale Trennlinien zwischen Geschossen und Fassadenbereichen

Schritt 05

CAD-Geometrie erzeugen

Die erkannten Punktgruppen werden in CAD-fähige Geometrien überführt. Je nach Element entstehen unterschiedliche geometrische Grundtypen, die direkt in CAD- und BIM-Systemen weiterverwendet werden können.

Linien

Kanten, Achsen, Begrenzungen

Polylinien

Zusammengesetzte Konturlinien

Rechtecke

Fenster- und Türöffnungen

Polygone

Geschlossene Fassadenflächen

Planare Flächen

2D- und 3D-Fassadenebenen

Parametrisch

Grundgeometrien für BIM

Schritt 06

Geometrie bereinigen

Für eine professionelle CAD-Ausgabe reicht reine Objekterkennung nicht aus. Die erzeugten Geometrien müssen topologisch konsistent sein – Linien müssen durchgehend sein, Flächen geschlossen, doppelte Objekte entfernt. Erst nach dieser Bereinigung ist das Ergebnis direkt in CAD-Software nutzbar.

Linien verlängern und ausrichten

Messpunktbedingte Ungenauigkeiten werden durch geometrische Bereinigung korrigiert

Schnittpunkte erzeugen und Lücken schließen

Topologische Konsistenz für saubere CAD-Strukturen ohne Unterbrechungen

Layer-Zuweisung und Duplikate entfernen

Automatische Zuordnung zu CAD-Layern, bereinigte Ausgabe ohne redundante Objekte

Ausgabeprodukt

2D-Fassadenansichten

Nicht jedes Projekt benötigt ein vollständiges 3D- oder BIM-Modell. Für viele Anwendungen ist eine maßhaltige 2D-Fassadenansicht das effizienteste Ergebnis. Die Punktwolke wird auf eine definierte Fassadenebene projiziert, die relevanten Geometrien extrahiert und als DXF oder DWG ausgegeben.

Alle Elemente können auf getrennten CAD-Layern ausgegeben werden, sodass der Plan direkt in bestehender CAD-Software weiterbearbeitet werden kann.

Typische Planinhalte

  • Außenkontur und Gebäudeecken
  • Geländelinie und Sockel
  • Fenster und Türen
  • Geschosslinien
  • Dachkante und Attika
  • Balkone und Loggien
  • Gesimse und Fassadenvorsprünge
  • Rücksprünge
Ausgabeprodukt

3D-CAD und Scan-to-BIM

Neben klassischen 2D-Fassadenansichten kann die erkannte Geometrie auch dreidimensional aufgebaut werden. Planare Fassadenflächen werden räumlich positioniert, Fenster, Türen und andere Elemente der jeweiligen Fläche zugeordnet. Abhängig vom Anwendungsfall sind unterschiedliche Modellierungstiefen möglich.

1
2
3
1

Geometrisches Basismodell

Gebäudehülle, Hauptfassaden, wesentliche Öffnungen

2

Detailliertes Fassadenmodell

Fenster, Türen, Balkone, Loggien, Gesimse, Fassadenraster

3

BIM-Grundlage

Strukturierte BIM-Objekte für weiterführende Planungsprozesse

Modellierungstiefe 01

Geometrisches Basismodell

Enthaltene Elemente

  • Gebäudehülle
  • Hauptfassaden
  • Gebäudeecken
  • Dachabschluss
  • Wesentliche Öffnungen

Geeignet für

  • Bestandsaufnahme
  • Frühe Planungsphasen
  • Flächenberechnung
  • Grobkonzeption
Modellierungstiefe 02

Detailliertes Fassadenmodell

Zusätzlich modellierte Elemente

  • Fenster und Türen
  • Balkone und Loggien
  • Attiken und Sockel
  • Gesimse
  • Fassadenraster

Geeignet für

  • Sanierungsplanung
  • Fassadenplanung
  • Ausschreibung
  • Vorfertigung
Modellierungstiefe 03

Grundlage für BIM

Abhängig vom Projekt können die erkannten Geometrien anschließend strukturierten BIM-Objekten zugeordnet werden. Damit entsteht eine belastbare geometrische Grundlage für weitere BIM-Prozesse.

Die erforderliche Modellierungstiefe wird vor Projektbeginn definiert. Dadurch wird nicht unnötig jedes Detail modelliert, sondern nur jene Information erzeugt, die für den tatsächlichen Anwendungsfall benötigt wird – das reduziert Aufwand und Kosten gezielt.

Konfiguration

Unterschiedliche Detailstufen

Nicht jedes Projekt benötigt denselben Detailgrad. Deshalb kann vor Projektbeginn exakt definiert werden, welche Elemente automatisch erzeugt werden sollen. Kosten und Detailgrad lassen sich damit präzise auf den späteren Verwendungszweck abstimmen.

Basis

  • Gebäudeumriss
  • Fassadenflächen
  • Gebäudeecken
  • Dachkante
  • Geländelinie

Standard

+ Basis

  • Fenster und Türen
  • Geschosslinien
  • Sockel
  • Balkone und Loggien

Erweitert

+ Standard

  • Gesimse und Stützen
  • Fassadenraster
  • Technische Einbauten
  • Sonderbauteile
Abweichungsanalyse

Abweichungen der realen Fassade analysieren

Eine bestehende Gebäudefassade ist selten vollkommen eben, vertikal oder rechtwinklig. Für Sanierung und Vorfertigung können diese Abweichungen von entscheidender Bedeutung sein – ein idealisiertes CAD-Modell alleine reicht hier nicht aus.

Unsere Lösung kann deshalb nicht nur idealisierte CAD-Geometrien erzeugen. Sie kann auch die tatsächliche Oberfläche mit einer geometrischen Referenz vergleichen und Abweichungen präzise quantifizieren.

Ebenheitsanalyse

Abstände zwischen Messpunkten und Referenzebene – sichtbar als Zahlenwert oder Farbkarte

Lotabweichung

Systematische Neigung der Fassade gegenüber der idealen Vertikalen

Vor- und Rücksprünge

Abstände der Oberfläche gegenüber einer geplanten Referenzebene für neue Fassadensysteme

Analyse

Ebenheitsanalyse

Für eine Fassadenfläche wird eine Referenzebene berechnet. Anschließend lässt sich für jeden relevanten Messpunkt der Abstand zu dieser Ebene bestimmen. Das Ergebnis zeigt lokale Abweichungen mit hoher Auflösung – als numerische Daten oder als farbcodierte Abweichungskarte.

Erkennbare Mängel

  • Ausbeulungen und Rücksprünge
  • Lokale Verformungen
  • Unebenheiten
  • Schiefe Fassadenflächen
Analyse

Lotabweichung

Die Orientierung der Fassade kann gegenüber einer idealen vertikalen Ebene analysiert werden. Damit lassen sich systematische Neigungen des Gebäudes beziehungsweise einzelner Fassadenbereiche feststellen – ein relevanter Parameter für Standsicherheitsbeurteilungen, Sanierungsplanung und die Berechnung von Anschlussgeometrien bei neuen Fassadensystemen.

Analyse

Vor- und Rücksprünge

Für neue Fassadensysteme ist entscheidend, wie stark die bestehende Oberfläche gegenüber einer geplanten Referenzebene vor- oder zurückspringt. Diese Abstände lassen sich direkt aus der Punktwolke berechnen – flächendeckend und mit hoher räumlicher Auflösung.

Damit entsteht eine präzise Planungsgrundlage für neue Fassadenelemente, Unterkonstruktionen und Befestigungssysteme. Die Ergebnisse können als Zahlenwerte je Messpunkt oder als strukturierte Tabelle für die Vorfertigung ausgegeben werden.

Anwendungsfall

Serielle Sanierung und Vorfertigung

Besonders relevant ist Scan-to-CAD bei Projekten, bei denen Fassadenelemente industriell vorgefertigt werden. Die Produktion benötigt verlässliche Informationen über den tatsächlich gebauten Zustand – nicht über den geplanten Sollzustand.

1

Vermessung

Laserscan des Gebäudebestands

2

Planung

CAD-Geometrien und Abweichungsanalyse

3

Vorfertigung

Maßgenaue Produktion der Fassadenelemente

4

Montage

Passgenaue Installation vor Ort

Unsere KI leitet Fassadenbreite, Fensterpositionen, Geschosshöhen, Anschlussgeometrien und lokale Unebenheiten direkt aus der Punktwolke ab und stellt diese strukturiert für den nächsten Prozessschritt bereit.

Qualitätssicherung

Umgang mit Abschattungen

Punktwolken enthalten nur jene Bereiche, die vom Sensor tatsächlich erfasst wurden. In der Praxis können unterschiedliche Objekte Teile einer Fassade verdecken. Auch reflektierende oder transparente Oberflächen erzeugen problematische Messwerte.

Typische Abschattungsquellen

  • Bäume und Fahrzeuge
  • Balkone und Vordächer
  • Gerüste und technische Anlagen
  • Reflektierende Oberflächen
  • Transparente Materialien (Glas)

Erkannte Qualitätsprobleme

  • Niedrige Punktdichte
  • Fehlende Messpunkte
  • Ungewöhnliche Streuung
  • Starke Reflexionen
  • Geometrische Widersprüche

Solche Bereiche werden nicht automatisch übernommen. Sie erhalten einen Prüfstatus und werden zur gezielten Nachbearbeitung markiert.

Datenbasis

Kombination mehrerer Datenquellen

Je nach Projekt können unterschiedliche Erfassungsmethoden kombiniert werden, um Abschattungen zu reduzieren und zusätzliche Informationen zu gewinnen. Die Wahl der Erfassungsmethode beeinflusst Abdeckung, Punktdichte und verfügbare Zusatzinformationen.

Terrestrischer Laserscan

Hohe Punktdichte, präzise Geometrie aus Bodenperspektive

Mobile Mapping

Großflächige Erfassung ganzer Straßenzüge

Drohnen-LiDAR

Obere Fassadenbereiche und Dachflächen

Photogrammetrie und RGB

Bildinformationen für texturbasierte Erkennung

Qualitätssicherung

Qualitätssicherung

Auch bei Gebäudefassaden ist eine nachvollziehbare Qualitätssicherung entscheidend. Für jedes erkannte Element können unterschiedliche Qualitätsmerkmale berechnet werden. Damit entsteht kein unkontrolliertes KI-Ergebnis – unsichere Bereiche können gezielt nachbearbeitet werden.

Prozess

Human in the Loop

Die KI übernimmt repetitive Analyse- und Digitalisierungsarbeit. Die fachliche Kontrolle bleibt Bestandteil des Prozesses. Dieser Ansatz verbindet die Skalierbarkeit automatisierter Verarbeitung mit der Verlässlichkeit menschlicher Fachkompetenz.

01

Punktwolke analysieren

Fassadenflächen, Kanten und Bauteile werden automatisch erkannt

02

CAD-Geometrie erzeugen

Aus Punktgruppen entstehen Linien, Flächen und strukturierte Objekte

03

Qualität bewerten

Die KI bewertet Zuverlässigkeit und geometrische Plausibilität

04

Kritische Bereiche markieren

Abschattungen, ungewöhnliche Geometrien oder schwach erfasste Bereiche werden hervorgehoben

05

Fachliche Freigabe

Kritische Bereiche werden kontrolliert und die finale CAD- oder BIM-Ausgabe freigegeben

Ergebnisformate

DXF / DWG

3D-CAD

BIM / IFC

GeoJSON / SHP / GeoPackage

LAS / LAZ / E57

QA-Daten

DXF / DWG

Maßhaltige Fassadenansichten mit definierter Layerstruktur – das am häufigsten verwendete Ausgabeformat für den direkten Einsatz in bestehenden Planungsprozessen. Alle Elemente werden auf getrennten, benannten Layern ausgegeben.

Das Format ist direkt kompatibel mit den gängigsten CAD-Systemen und erfordert keine Konvertierung oder Vorverarbeitung auf Seite des Empfängers.

Kompatible Systeme

  • AutoCAD
  • BricsCAD
  • ARCHICAD
  • Bestehende Planungsprozesse
  • Bestandsplan-Workflows

3D-CAD

Dreidimensionale Ausgabe der erkannten Fassadengeometrie als direkte Grundlage für weiterführende Konstruktion, Kollisionsprüfung oder Visualisierung. Die räumliche Positionierung aller Elemente bleibt vollständig erhalten.

Linien und Polylinien

Kanten und Achsen im 3D-Raum

Planare Flächen

Fassadenebenen mit korrekter Raumposition

Öffnungen

Fenster und Türen als 3D-Objekte

Gebäudeelemente

Balkone, Gesimse, Attiken räumlich zugeordnet


BIM / IFC

Projektabhängig können die erkannten Geometrien für strukturierte BIM-Prozesse aufbereitet werden. Die Ausgabe als IFC ermöglicht den direkten Import in BIM-Authoring-Tools wie Revit, ARCHICAD oder Allplan.

Der erforderliche Strukturierungsgrad wird vor Projektbeginn definiert. Damit wird sichergestellt, dass die BIM-Ausgabe den tatsächlichen Projektanforderungen entspricht – ohne unnötigen Modellierungsaufwand für nicht benötigte Details.

GeoJSON / SHP / GeoPackage

Für georeferenzierte Gebäudeinformationen und die Verbindung mit GIS-Systemen stehen offene Vektorformate zur Verfügung. Die erkannten Fassadengeometrien können mit Koordinatensystem und Attributdaten ausgegeben und direkt in QGIS, ArcGIS oder vergleichbare Systeme importiert werden.

Dieses Format ist besonders relevant für Liegenschaftsverwaltung, kommunale Planungsprozesse und Portfoliodokumentation bei mehreren Gebäuden.


LAS / LAZ / E57

Die Punktwolke bleibt als geometrische Referenz erhalten. Auf Wunsch kann zusätzlich eine klassifizierte Punktwolke bereitgestellt werden, in der jedem Punkt eine semantische Klasse zugeordnet ist – etwa Wand, Fenster, Balkon, Vegetation oder Boden.

Die klassifizierte Punktwolke ermöglicht eine visuelle Qualitätskontrolle und kann als Grundlage für weitere automatisierte Verarbeitungsschritte dienen.


QA-Daten

Optional können Qualitätsinformationen gemeinsam mit dem geometrischen Ergebnis übergeben werden. Die QA-Daten ermöglichen eine gezielte Nachbearbeitung und dokumentieren den Zuverlässigkeitsgrad jedes erkannten Elements.

Abdeckungsinformationen

Anteil der erfassten vs. nicht erfassten Fassadenbereiche

Prüfzonen

Markierte Bereiche mit eingeschränkter Erkennungsqualität

Zuverlässigkeit

Konfidenzwert der automatischen Klassifikation je Objekt

Abweichungswerte

Numerische Abstände zwischen CAD-Geometrie und Messpunkten je Element

Modellversion

Versionierung für nachvollziehbare Ergebnishistorie

Integration

Integration in bestehende Prozesse

Unsere Lösung ersetzt vorhandene CAD-, BIM- oder Vermessungssysteme nicht. Sie automatisiert den aufwendigen Verarbeitungsschritt zwischen Erfassung und Planung und fügt sich nahtlos in bestehende Workflows ein.

1

Eingang

LAS · LAZ · E57 · RGB-Bilder · Mobile Mapping · Drohnen-LiDAR · Photogrammetrie

2

KI-Verarbeitung

Datenprüfung · Segmentierung · Fassadenerkennung · Kantenerkennung · Bauteilerkennung · Vektorisierung · QA

3

Ergebnis

DXF · DWG · 3D-CAD · BIM/IFC · GIS-Daten · klassifizierte Punktwolke · QA-Auswertung

Anwendungen

Typische Anwendungen

Fassadensanierung

Aktuelle und maßhaltige Grundlage für die Planung am Bestandsgebäude

Revitalisierung und Umbau

Digitale Bestandsaufnahme, wenn vorhandene Pläne fehlen oder vom Bauzustand abweichen

Vorgehängte Fassaden

Präzise Geometrie als Grundlage für neue Fassadensysteme und Unterkonstruktionen

Serielle Sanierung

Digitales Aufmaß für industriell vorgefertigte Fassaden- und Sanierungselemente

Bestandsdokumentation

Messbarer digitaler Zustand eines Gebäudes für Verwaltung und Portfolioanalyse

Scan-to-BIM

Geometrische Grundlage für strukturierte BIM-Workflows nach DIN EN ISO 19650

Denkmalschutz

Dokumentation komplexer historischer Fassaden und Bauteile mit hoher Detailtiefe

Betriebsmodell

Cloud als Standard – On-Premise bei Bedarf

Unsere KI-Lösung wird standardmäßig als Cloud-Service bereitgestellt. Dadurch kann die Verarbeitung großer Punktwolken flexibel skaliert werden, ohne dass beim Kunden zusätzliche GPU-Infrastruktur aufgebaut werden muss.

Für Projekte mit besonders hohen Sicherheits- oder Datenschutzanforderungen kann die gesamte Verarbeitung auch On-Premise innerhalb der IT-Infrastruktur des Kunden betrieben werden.

Unterstützte Betriebsmodelle

  • Jaroona Cloud
  • Private Cloud
  • Kundeneigene Cloud-Umgebung
  • Vollständig On-Premise
  • Hybride Architektur
Datenschutz

Strikter Datenschutz und Datenhoheit

Punktwolken von Gebäuden können detaillierte Informationen über Architektur, Konstruktion, Zugänge und technische Einrichtungen enthalten. Der Schutz dieser Informationen ist ein zentraler Bestandteil unserer Lösung.

Speicherort

Der Kunde bestimmt, wo Daten gespeichert werden und wie lange sie verfügbar bleiben

Zugriff

Wer Zugriff erhält und welche Ergebnisse exportiert werden dürfen, bleibt vollständig kontrollierbar

Verarbeitungsort

Bei On-Premise-Betrieb verbleiben sämtliche Daten innerhalb der kundeneigenen Umgebung

Löschung

Definierte Aufbewahrungsfristen und kontrollierte Datenlöschung nach Projektabschluss

Datenschutz

Keine Nutzung der Daten ohne ausdrückliche Freigabe

Kundendaten werden ausschließlich für die vereinbarte Verarbeitung verwendet. Eine Verwendung für das Training oder die Weiterentwicklung von KI-Modellen erfolgt nicht ohne ausdrückliche Zustimmung des Kunden.

Punktwolken

Bilder

CAD-Pläne

BIM-Daten

GIS-Daten

Korrekturen

Metadaten

Trainingsdaten

Alle oben genannten Datenkategorien unterliegen dieser Regelung. Die Nutzung bleibt damit vollständig kontrollierbar.

Datenschutz

Nachvollziehbare Verarbeitung

Die automatisierte Verarbeitung kann umfassend dokumentiert werden. Damit bleibt jederzeit nachvollziehbar, wie aus der Punktwolke das finale CAD- oder BIM-Ergebnis entstanden ist – ein entscheidender Aspekt für Auditierbarkeit, Qualitätssicherung und Projektdokumentation.

Datenschutz

Sichere Integration in bestehende IT

Je nach Projekt und IT-Infrastruktur kann die Lösung mit unterschiedlichen Sicherheitsanforderungen betrieben werden. Die technischen Maßnahmen lassen sich an die organisatorischen und regulatorischen Anforderungen des Kunden anpassen.

Rollenbasierte Zugriffsrechte

Getrennte Projektbereiche mit kundenseitig kontrollierten Benutzerrechten

Verschlüsselte Datenübertragung

Gesicherte Kommunikation zwischen Erfassungssystem und Verarbeitungsplattform

Aufbewahrungsfristen

Definierte Löschkonzepte und automatisierte Datenlöschung nach festgelegten Zeiträumen

Cloud und On-Premise

Cloud für Skalierbarkeit, On-Premise für maximale Kontrolle über Daten und Infrastruktur

Zusammenfassung

Vom 3D-Scan zum planbaren Gebäudebestand

Moderne Laserscanner erfassen ein Gebäude innerhalb kurzer Zeit mit enormer Detailtiefe. Der entscheidende nächste Schritt besteht darin, diese Daten automatisiert in verwertbare Planungsinformation umzuwandeln. Unsere KI macht aus der Punktwolke keine reine Visualisierung – sie erzeugt daraus strukturierte CAD- und BIM-fähige Geometrien.

1

Scan

Laserscan, Drohne, Mobile Mapping

2

KI-Analyse

Segmentierung, Fassaden- und Bauteilerkennung

3

CAD-Geometrie

Vektorisierung und Geometriebereinigung

4

QA & Planung

Qualitätssicherung, Freigabe, Übergabe

Aus Millionen Messpunkten entsteht eine belastbare digitale Grundlage für Sanierung, Planung und Dokumentation.

Testen Sie Ihre eigene Punktwolke

Stellen Sie uns einen repräsentativen Ausschnitt einer Gebäudepunktwolke und die gewünschte CAD-Struktur zur Verfügung. Wir prüfen gemeinsam, welche Fassadenelemente automatisiert erkannt werden können, welche Datenqualität erforderlich ist und welche Ausgabeformate sich optimal in Ihre bestehenden Prozesse integrieren lassen.


Erkennbare Elemente

Welche Fassadenbestandteile können automatisiert erfasst werden?

Datenqualität

Welche Mindestanforderungen an Punktdichte und Scanabdeckung gelten?

Erreichbare Genauigkeit

Welcher Detailgrad und welche Maßhaltigkeit sind für Ihr Projekt realistisch?

Prozessintegration

Wie fügen sich die Ergebnisse in Ihre bestehenden CAD- oder BIM-Workflows ein?


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