Automatisiertes Scan-to-CAD für Bestandsaufnahme, Planung und Sanierung
3D-Laserscanning und Photogrammetrie erfassen Gebäudefassaden schnell, präzise und mit hoher Detailtiefe. Unsere KI analysiert die resultierende Punktwolke, erkennt relevante Fassadenelemente und erzeugt daraus CAD- und BIM-fähige Geometrien – automatisiert, nachvollziehbar und maßhaltig.

Fassaden-Auswertung in Vorbereitung.
Wir entwickeln sie gemeinsam mit Partnerbüros auf realen Projektdaten. Sie möchten Ihre Fassaden-Scans einbringen? Sprechen Sie mit uns über ein Pilotprojekt.
Die Punktwolke bildet die tatsächliche Geometrie eines Gebäudes sehr detailliert ab – sie ist damit eine hervorragende Messgrundlage. Für die weitere Planung werden jedoch klar definierte geometrische Elemente benötigt, keine rohen Messpunkte.
Heute werden diese Strukturen häufig manuell aus der Punktwolke nachgezeichnet. Bei größeren Gebäuden oder vielen Objekten entsteht dadurch erheblicher Aufwand. Unsere KI automatisiert genau diesen Arbeitsschritt.
3D-Punktwolke aus Laserscan oder Photogrammetrie
Automatische Erkennung von Fassadenelementen
DXF als Standard; DWG, IFC und GIS-Formate auf Anfrage
Gebäudefassaden bestehen aus einer Kombination unterschiedlicher geometrischer Strukturen. Große Wandflächen sind oft annähernd planar, Fenster und Türen bilden Öffnungen, Balkone und Gesimse treten aus der Ebene hervor, Loggien und Rücksprünge liegen dahinter.
Großflächige Wandbereiche werden über Normalenvektoren und Ebenheitsanalyse segmentiert.
Fenster und Türen werden als geometrische Unterbrechungen in der Fassadenebene erkannt.
Balkone, Gesimse und Loggien werden über die Tiefeninformation der Punktwolke abgegrenzt.
Gebäudeecken, Dachkanten und Attiken entstehen an Orientierungsänderungen der Oberfläche.
Unsere Lösung kombiniert Machine Learning mit klassischer 3D-Geometrieanalyse, um beide Strukturtypen zuverlässig zu verarbeiten.
Zunächst werden zusammenhängende Wandbereiche identifiziert. Die Analyse berücksichtigt Normalenvektoren, Ebenheit, Orientierung, Punktdichte, räumliche Kontinuität und Tiefenstruktur. Aus Millionen einzelner Messpunkte entstehen so definierte Fassadenebenen.
Mehrere Fassaden eines Gebäudes können automatisch voneinander getrennt werden. Jede Fläche erhält eine vollständige geometrische Beschreibung.
Gebäudekanten entstehen dort, wo sich die räumliche Orientierung einer Oberfläche ändert oder eine Fassadenfläche endet. Die KI erkennt diese Diskontinuitäten zuverlässig und überführt sie in geometrisch stabile CAD-Linien.
Vertikale Kanten an Fassadenübergängen
Oberer Gebäudeabschluss horizontal
Übergänge zum Erdniveau
Horizontale Fassadenprofilierungen
Linien zwischen Geschossbereichen
Tiefenversetzte Fassadenbereiche
Fenster- und Türöffnungen sind für Bestandsaufnahme und Planung besonders relevant. Die KI analysiert geometrische Unterbrechungen, Tiefenänderungen und Kantenmuster. Wenn Bilddaten vorliegen, werden diese zusätzlich einbezogen.
Balkone und Loggien sind dreidimensionale Strukturen, die sich gegenüber der Hauptfassadenebene räumlich unterscheiden. Die Tiefeninformation der Punktwolke ermöglicht eine automatische Abgrenzung dieser Elemente. Die erkannten Geometrien werden räumlich der jeweiligen Fassadenfläche zugeordnet.
Horizontale und vertikale Abgrenzung der Balkonstruktur mit Kantengeometrie
Eingeschnittene Fassadenbereiche hinter der Hauptebene, mit Tiefenbestimmung
Lokale Vor- und Rücksprünge in der Fassadenfläche, relevant für Vorfertigung und Anschlussdetails
Der obere Gebäudeabschluss ist für Fassaden-, Dach- und Sanierungsplanung häufig besonders wichtig. Die KI erkennt diesen Übergangsbereich mit hoher geometrischer Präzision und gibt die Ergebnisse als definierte Linien oder 3D-Geometrien aus.
Obere Abschlusskante der Fassade zum Dachbereich, als maßhaltige 3D-Linie
Brüstungsartige Aufmauerung über dem Dachrand, mit Vorder- und Oberkante
Profilierter Fassadenabschluss zwischen Fassade und Dach
Geometrisch definierter Übergang zwischen Fassadenfläche und Dachhaut
Die Transformation von der Punktwolke zur verwertbaren CAD-Geometrie erfolgt in einem strukturierten Prozess mit mehreren aufeinanderfolgenden Verarbeitungsschritten. Jeder Schritt baut auf dem vorherigen auf und ermöglicht eine kontrollierte, nachvollziehbare Verarbeitung.
Nicht jedes Projekt benötigt ein vollständiges 3D- oder BIM-Modell. Für viele Anwendungen ist eine maßhaltige 2D-Fassadenansicht das effizienteste Ergebnis. Die Punktwolke wird auf eine definierte Fassadenebene projiziert, die relevanten Geometrien extrahiert und als DXF ausgegeben (DWG auf Anfrage).
Alle Elemente können auf getrennten CAD-Layern ausgegeben werden, sodass der Plan direkt in bestehender CAD-Software weiterbearbeitet werden kann.
Neben klassischen 2D-Fassadenansichten kann die erkannte Geometrie auch dreidimensional aufgebaut werden. Planare Fassadenflächen werden räumlich positioniert, Fenster, Türen und andere Elemente der jeweiligen Fläche zugeordnet. Abhängig vom Anwendungsfall sind unterschiedliche Modellierungstiefen möglich.
Gebäudehülle, Hauptfassaden, wesentliche Öffnungen
Fenster, Türen, Balkone, Loggien, Gesimse, Fassadenraster
Strukturierte BIM-Objekte für weiterführende Planungsprozesse
IFC-Ausgabe auf Anfrage.
Enthaltene Elemente
Geeignet für
Zusätzlich modellierte Elemente
Geeignet für
Abhängig vom Projekt können die erkannten Geometrien anschließend strukturierten BIM-Objekten zugeordnet werden. Damit entsteht eine belastbare geometrische Grundlage für weitere BIM-Prozesse.
Die erforderliche Modellierungstiefe wird vor Projektbeginn definiert. Dadurch wird nicht unnötig jedes Detail modelliert, sondern nur jene Information erzeugt, die für den tatsächlichen Anwendungsfall benötigt wird – das reduziert Aufwand und Kosten gezielt.
Eine bestehende Gebäudefassade ist selten vollkommen eben, vertikal oder rechtwinklig. Unsere Lösung vergleicht die tatsächliche Oberfläche mit einer geometrischen Referenz und quantifiziert Abweichungen präzise.
Abstände zwischen Messpunkten und Referenzebene – sichtbar als Zahlenwert oder Farbkarte
Systematische Neigung der Fassade gegenüber der idealen Vertikalen
Abstände der Oberfläche gegenüber einer geplanten Referenzebene für neue Fassadensysteme
Besonders relevant ist Scan-to-CAD bei Projekten, bei denen Fassadenelemente industriell vorgefertigt werden. Die Produktion benötigt verlässliche Informationen über den tatsächlich gebauten Zustand – nicht über den geplanten Sollzustand.
Laserscan des Gebäudebestands
CAD-Geometrien und Abweichungsanalyse
Maßgenaue Produktion der Fassadenelemente
Passgenaue Installation vor Ort
Unsere KI leitet Fassadenbreite, Fensterpositionen, Geschosshöhen, Anschlussgeometrien und lokale Unebenheiten direkt aus der Punktwolke ab und stellt diese strukturiert für den nächsten Prozessschritt bereit.
Punktwolken enthalten nur die tatsächlich erfassten Bereiche. Bäume, Fahrzeuge, Balkone, Gerüste sowie reflektierende oder transparente Flächen verursachen Lücken und problematische Messwerte.
Solche Bereiche werden nicht automatisch übernommen, sondern erhalten einen Prüfstatus zur gezielten Nachbearbeitung.
Die Kombination von terrestrischem Laserscan, Mobile Mapping, Drohnen-LiDAR und Photogrammetrie reduziert Abschattungen und liefert zusätzliche Informationen für die Erkennung.
Auch bei Gebäudefassaden ist eine nachvollziehbare Qualitätssicherung entscheidend. Für jedes erkannte Element können unterschiedliche Qualitätsmerkmale berechnet werden. Damit entsteht kein unkontrolliertes KI-Ergebnis – unsichere Bereiche können gezielt nachbearbeitet werden.
Eine Objektklasse geht erst in Produktion, wenn sie mindestens 90 % KI-Reife erreicht – den Anteil der Elementlänge, der ohne Nacharbeit übernommen werden kann – und die vereinbarten Qualitätskriterien erfüllt.
Die KI übernimmt repetitive Analyse- und Digitalisierungsarbeit. Die fachliche Kontrolle bleibt Bestandteil des Prozesses. Dieser Ansatz verbindet die Skalierbarkeit automatisierter Verarbeitung mit der Verlässlichkeit menschlicher Fachkompetenz.
Fassadenflächen, Kanten und Bauteile werden automatisch erkannt
Aus Punktgruppen entstehen Linien, Flächen und strukturierte Objekte
Die KI bewertet Zuverlässigkeit und geometrische Plausibilität
Abschattungen, ungewöhnliche Geometrien oder schwach erfasste Bereiche werden hervorgehoben
Kritische Bereiche werden kontrolliert und die finale CAD- oder BIM-Ausgabe freigegeben
Maßhaltige Fassadenansichten mit definierter Layerstruktur – das am häufigsten verwendete Ausgabeformat für den direkten Einsatz in bestehenden Planungsprozessen. Alle Elemente werden auf getrennten, benannten Layern ausgegeben.
Das Format ist direkt kompatibel mit den gängigsten CAD-Systemen und erfordert keine Konvertierung oder Vorverarbeitung auf Seite des Empfängers.
Verfügbar sind 3D-Polylinien; weitere 3D-Ausgaben auf Anfrage. Die erkannte Fassadengeometrie dient als direkte Grundlage für weiterführende Konstruktion, Kollisionsprüfung oder Visualisierung. Die räumliche Positionierung aller Elemente bleibt vollständig erhalten.
Kanten und Achsen im 3D-Raum
Fassadenebenen mit korrekter Raumposition
Fenster und Türen als 3D-Objekte
Balkone, Gesimse, Attiken räumlich zugeordnet
Projektabhängig können die erkannten Geometrien für strukturierte BIM-Prozesse aufbereitet werden. Die Ausgabe als IFC ermöglicht den direkten Import in BIM-Authoring-Tools wie Revit, ARCHICAD oder Allplan.
Der erforderliche Strukturierungsgrad wird vor Projektbeginn definiert. Damit wird sichergestellt, dass die BIM-Ausgabe den tatsächlichen Projektanforderungen entspricht – ohne unnötigen Modellierungsaufwand für nicht benötigte Details.
Für georeferenzierte Gebäudeinformationen und die Verbindung mit GIS-Systemen können auf Anfrage offene Vektorformate bereitgestellt werden. Die erkannten Fassadengeometrien können mit Koordinatensystem und Attributdaten ausgegeben und direkt in QGIS, ArcGIS oder vergleichbare Systeme importiert werden.
Dieses Format ist besonders relevant für Liegenschaftsverwaltung, kommunale Planungsprozesse und Portfoliodokumentation bei mehreren Gebäuden.
Die Punktwolke bleibt als geometrische Referenz erhalten. Auf Wunsch kann zusätzlich eine klassifizierte Punktwolke bereitgestellt werden, in der jedem Punkt eine semantische Klasse zugeordnet ist – etwa Wand, Fenster, Balkon, Vegetation oder Boden.
Die klassifizierte Punktwolke ermöglicht eine visuelle Qualitätskontrolle und kann als Grundlage für weitere automatisierte Verarbeitungsschritte dienen.
Optional können Qualitätsinformationen gemeinsam mit dem geometrischen Ergebnis übergeben werden. Die QA-Daten ermöglichen eine gezielte Nachbearbeitung und dokumentieren den Zuverlässigkeitsgrad jedes erkannten Elements.
Anteil der erfassten vs. nicht erfassten Fassadenbereiche
Markierte Bereiche mit eingeschränkter Erkennungsqualität
Konfidenzwert der automatischen Klassifikation je Objekt
Numerische Abstände zwischen CAD-Geometrie und Messpunkten je Element
Versionierung für nachvollziehbare Ergebnishistorie
Aktuelle und maßhaltige Grundlage für die Planung am Bestandsgebäude
Digitale Bestandsaufnahme, wenn vorhandene Pläne fehlen oder vom Bauzustand abweichen
Präzise Geometrie als Grundlage für neue Fassadensysteme und Unterkonstruktionen
Digitales Aufmaß für industriell vorgefertigte Fassaden- und Sanierungselemente
Messbarer digitaler Zustand eines Gebäudes für Verwaltung und Portfolioanalyse
Geometrische Grundlage für strukturierte BIM-Workflows nach DIN EN ISO 19650
Dokumentation komplexer historischer Fassaden und Bauteile mit hoher Detailtiefe
Unsere KI-Lösung wird standardmäßig als Cloud-Service bereitgestellt. Dadurch kann die Verarbeitung großer Punktwolken flexibel skaliert werden, ohne dass beim Kunden zusätzliche GPU-Infrastruktur aufgebaut werden muss.
Für Projekte mit besonders hohen Sicherheits- oder Datenschutzanforderungen kann die gesamte Verarbeitung auch On-Premise innerhalb der IT-Infrastruktur des Kunden betrieben werden.
Standard ist die Jaroona Cloud. Private Cloud, kundeneigene Cloud, On-Premise und hybride Modelle auf Anfrage.
Punktwolken von Gebäuden können detaillierte Informationen über Architektur, Konstruktion, Zugänge und technische Einrichtungen enthalten. Der Schutz dieser Informationen ist ein zentraler Bestandteil unserer Lösung.
Der Kunde bestimmt, wo Daten gespeichert werden und wie lange sie verfügbar bleiben
Wer Zugriff erhält und welche Ergebnisse exportiert werden dürfen, bleibt vollständig kontrollierbar
Bei On-Premise-Betrieb verbleiben sämtliche Daten innerhalb der kundeneigenen Umgebung
Definierte Aufbewahrungsfristen und kontrollierte Datenlöschung nach Projektabschluss
Die Verarbeitung erfolgt auf Servern in der EU. Datenübertragung verschlüsselt, getrennte Projekträume, rollenbasierte Zugriffsrechte.
Stellen Sie uns einen repräsentativen Ausschnitt einer Gebäudepunktwolke und die gewünschte CAD-Struktur zur Verfügung. Wir prüfen gemeinsam, welche Fassadenelemente automatisiert erkannt werden können, welche Datenqualität erforderlich ist und welche Ausgabeformate sich optimal in Ihre bestehenden Prozesse integrieren lassen.
Welche Fassadenbestandteile können automatisiert erfasst werden?
Welche Mindestanforderungen an Punktdichte und Scanabdeckung gelten?
Welcher Detailgrad und welche Maßhaltigkeit sind für Ihr Projekt realistisch?
Wie fügen sich die Ergebnisse in Ihre bestehenden CAD- oder BIM-Workflows ein?

KI, die Punktwolken in fertige CAD-Pläne verwandelt.
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Punktwolke zu CAD für Gebäude-Fassaden